Yes, we can (sue you)!

Der neue amerikanische Präsident, Obama, beginnt nun offenbar seine politischen Schulden abzutragen: Er hat heute den inwischen fünften Anwalt der Musikindustrie (RIAA) in sein Justizministerium berufen.[1], [2]

Dass er sich dermaßen auf die Seite der Unterhaltungsindustrie schlägt und damit größtenteils gegen die Bürger seines Volkes wendet [3] läßt eigentlich nur den Schluß zu, dass er massiv in der Schuld jener Lobbyverbände steht.

Zu den für die Informationsgesellschaft so wichtigen Anpassungen des Urheberrechts wird es somit wohl keinen kompromißversprechenden Dialog mit den USA geben. Stattdessen droht bald ein ‚kalter Krieg‘ zwischen den amerikanisch geprägten Vorstellungen des ‚Copyright‘ und den europäischen Vorstellungen zum ‚Urheberrecht‘.

Dass RIAA und MPAA dabei gar nicht zimperlich sind, zeigt ihre Einflußnahme auf den vorherigen Präsidenten G.W.Bush der sogar mit Sanktionen gegen Schweden drohte, falls man nicht gegen ‚The Pirate Bay‘ vorgehe.[3](erstes Urteil wird für Freitag erwartet)

Zudem hat sich die Europäische Union in den letzten Jahren als lohnendes Ziel für den Lobbydruck aus Übersee erwiesen. [4] Wer also an einer politischen Lösung des Urheberrechtsproblems in der Informationsgesellschaft interessiert ist und diese nicht den Abmahnanwälten überlassen möchte, der muss am 7.6. einfach die Piratenpartei wählen.😉

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